Israel. Die multikulturelle Gesellschaft

Vortrag von Oliver Vrankovic am 02. Juli in Mannheim.

In Israel treffen auf engstem Raum westliche und orientalische Denk- und Verhaltensweisen, unterschiedliche Religionen, An-schauungen und Kulturen aufeinander. Die Identitätsfrage beschäftigt das Land mehr als jede andere Frage und ist in jeden Konflikt verwoben. Die multikulturelle und multiethnische Vielfalt macht es unmöglich DEN Israeli zu bestimmen. Bestehende Gräben zwischen Säkularen, National-Religiösen, Ultraorthodoxen und Arabern werden ständig vertieft und zugeschüttet. Gleichzeitig verlaufende Desintegrations- und Integrationsprozesse zeichnen das Land.

Israel ist das Gegenteil jeder Projektion einer homogenen Gesellschaft (wie sie vor allem von Gegnern aber auch von unreflektierten Sympathisanten behauptet wird).

Der Vortrag verbindet die Erfahrungen des Referenten, die er an Orten gesammelt hat, an denen kein Israel-Korrespondent zu finden ist, mit der Geschichte des Einwandererstaates. Zu den Erfahrungen gehören das Leben in der jüdisch-arabischen Stadt Yafo, in einem Brennpunktviertel im Süden von Tel Aviv, in einem Moshav im Galiläa und als Familie in einem sozial schwachen Viertel in Ramat Gan, die Arbeit in einem Krankenhaus und einem Pflegeheim und die Recherche zu verschiedenen Themen, die mit Identität, Integration und Kultur zu tun haben. Thema des Vortrags sind Integrations- und Desintegrationsprozesse in Israel.

Der Vortrag konfrontiert im Besonderen die Gerüchte, die von der BDS (Boycott, Divestment, Sanction) Kampagne über Israel verbreitet werden, mit der Realität vor Ort. Daran anknüpfend wird aufgezeigt, warum die Boykottkampagne Gift für das jüdisch - arabische Zusammenleben ist. Der Vortrag arbeitet darüber hinaus den antisemitischen Charakter von BDS heraus.

Wann?
02. Juli, 18:00 Uhr

Wo?
Saal der Abendakademie
U1, 16-19, 68159 Mannheim

Eintritt
7€ Abendkasse

Veranstalter
DIG AG Rhein-Neckar, Mannheim in Zusammenarbeit mit der Mannheimer Abendakademie

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