Zur Geschichte des Nahostkonflikts Ursachen ‒ Lage ‒ Lösung?

Passfoto-GersterVortrag von DIG-Ehrenpräsident Dr. h.c. Johannes Gerster am 24. Februar in Mannheim

 

Die Deutsch-Israelische-Gesellschaft ‒ Arbeitsgemeinschaft Rhein-Neckar/Mannheim und der Arbeitskreis gegen Antisemitismus und Antizionismus Mannheim laden zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein: Zur Geschichte des Nahostkonflikts Ursachen ‒ Lage ‒ Lösung?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 06. Februar 2015 00:06

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Wo sich Staub zu Licht verwandelt

Das Jerusalem Friedensmal im Geopark Bergstraße-Odenwald in Bensheim.

 

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Das Jerusalem Friedensmal wird in diesem Jahr fertig gestellt. Es befindet sich am Europäischen Fernwanderweg Nr. 8 im Geopark Bergstraße-Odenwald nahe der Stadt Mannheim. Die Entwicklungs- und Bauzeit beträgt inzwischen mehr als 16 Jahre. Die Kunstinstallation auf 3200 qm mit dem Friedensmal von 26 m Breite war vom Künstler Thomas Zieringer entworfen worden. Bereits im Jahr 2001 hatte dieser mit einigen Mitstreitern den Verein Friedensmal Wendepunkt gegründet, der juristisch und finanziell für das Projekt verantwortlich ist. Der Verein ist inzwischen Mitglied bei der DIG. Die ungewöhnliche Privatinitiative hatte seit seiner Entstehung in der Region polarisiert, aber auch zugleich international ein positives Echo gefunden.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 30. September 2014 18:57

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Niklas Frank liest aus seinen Büchern

IMG 2150Am Abend des 22. Januar hat der ehemalige Stern-Reporter, Niklas Frank, aus seinen Büchern „Der Vater Eine Abrechnung“ „Meine deutsche Mutter“ und „Bruder Norman!“ gelesen. Vor cirka 80 Zuhörern rechnete er zunächst mit dem Vater ab. Sein Vater, Hans Frank, war Stellvertreter Hitlers und Generalgouverneur des besetzten Polens gewesen. Seine brutale Besatzungspolitik brachte ihm den Beinamen “Schlächter von Polen“ ein. Im Nürnberger Prozess wurde er 1946 mit den anderen 24 Hauptkriegsverbrechern zum Tode durch den Strang verurteilt.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 10. Februar 2014 21:46

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Zwischen Pioniergeist, Hoffnung auf Frieden und Resignation

Israelreise unserer AG ermöglichte einer Reisegruppe ihr Israelbild an Fakten neu auszurichten.

 

DIG Mannheim 227„Ich bin hier glücklich. Ich habe alles, was ich brauche“, erzählt die 60-jährige Nurit Katziry einer Reisegruppe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Rhein-Neckar. 27 Frauen und Männer aus Mannheim und der Metropolregion und ihre beiden Reiseführer, die Israelin Regula Alon und Johannes Reiner aus Freiburg sind zum Übernachten in den Kibbuz Shaar Hagalon, unweit des Sees Genezareth, gekommen. Die Abendluft auf der Terrasse ist lau. Die Grenze zu Jordanien ist wenige hundert Meter entfernt. Man sieht die Lichter der arabischen Dörfer auf der Anhöhe drüben. In der Ferne heult ein Schakal.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 06. März 2014 10:54

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Im Schatten des Kniefalls von Warschau

9. Juni 1973: Vor 40 Jahren besuchte mit Willy Brandt das erste Mal ein amtierender Bundeskanzler Israel.

 

WBBlickt man zurück auf die Kanzlerschaft von Willy Brandt, überragt ein Thema alle anderen: die neue Ostpolitik. Die Glaubwürdigkeit gegenüber der Sowjetunion und seiner damaligen Verbündeten bekam diese neuen Politik nicht zuletzt durch den Kniefall von Warschau, mit dem sich Willy Brandt 1970 im Namen der Bundesrepublik vor den Opfern des 2. Weltkriegs und des Holocausts verneigte.


Weit weniger bekannt ist, dass Willi Brandt auch der erste amtierende Bundeskanzler war, der Israel einen Staatsbesuch abstattete. Sein Wille zur Aussöhnung zwischen Deutschen und Israelis war über jeden Zweifel erhaben. 1971 betonte er in seiner Ansprache zur „Woche der Brüderlichkeit“: „ Die Juden, nicht nur in Israel, sind Opfer, während die Deutschen die Verantwortung tragen. Hier hilft kein Hinweis auf eine Jugend, der die Freiheit der Unbefangenheit gegeben sei. Niemand ist aus der Haftung der Geschichte entlassen.“


 


Es war aber nicht nur die Verantwortung für den Holocaust, die bei Brandt ein positives Bild von Israel erzeugte. Das moderne Israel war für Brandt und die gesamte deutsche Sozialdemokratie ein Staat mit sozialistischem Ethos und es war deshalb kein Zufall, dass in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung Israels vielfältige und enge Beziehungen zwischen Gewerkschaften und Arbeiterparteien beider Staaten entstanden.


Dennoch verkörperte Willy Brandt mit seinen Positionen und politischen Akzenten auch die Ansichten der europäischen Linken: Die „Sympathie für die Schwachen“ (die im Weltbild der europäischen Linken seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 den Palästinensern vorbehalten war), die Ablehnung von Krieg (die im Widerspruch zur Besetzung des Westjordanlandes stand) und damit in Zusammenhang stehend die unterschiedlichen Lehren von Auschwitz (das „nie wieder Krieg“ der europäischen Linken gegen das „nie wieder wehrlos sein“ der Israelis). Bei vielen mündeten solche Einstellungen in einer grundsätzlichen Israelkritik. Nicht so bei Brandt.


Sein Ziel war es, der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel durch eine Politik, die zum Frieden im Nahen Osten führt, gerecht zu werden.


 


Und so informierte Brandt während seines Staatsbesuchs im Juni 1973 die israelische Regierung detailliert über die von ihm eingeleitete Entspannungspolitik mit dem Ostblock. Er hatte die Hoffnung, im Nahen Osten könnte etwas Vergleichbares in die Wege geleitet werden. Bekanntlich kam es anders, schon im Herbst 1973 kam es zum Yom Kippur Krieg.


Brandts erste Station bei seinem Staatsbesuch war die Gedenkstätte Yad Vashem gewesen, in der er einen Kranz niederlegte und aus Psalm 103 zitierte: „Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, so ihn fürchten.“ Es war eine Geste, die in Israel positiv aufgenommen wurde und half, dass das Klima bei den sich anschließenden politischen Gesprächen sehr freundschaftlich war.


Das war auch dringend nötig, denn nicht nur der Terroranschlag auf die israelische Olympiamannschaft 1972 in München, sondern Brandt selbst hatte durch die von ihm verwendete Formel, dass Israel und Deutschland  „normale Beziehungen mit dem Charakter der Besonderheit“ habe, in Israel Irritationen ausgelöst. Vor dem Hintergrund der Ölkrise befürchtete die israelische Regierung, Deutschland könne sich in Zukunft bei Abstimmungen innerhalb der UN oder der Europäischen Gemeinschaft gegen die Interessen Israels stimmen. Brandt gelang es, viele Vorbehalte zu entkräften.


 


Willy Brandt formulierte auf einer Pressekonferenz in Jerusalem eine Positionsbestimmung, von der die deutsche Außenpolitik bis heute geleitet wird: „Was die Bundesregierung angeht, so hat sie weder die Absicht noch die Legitimation, sich durch erbetene oder unerbetene Parteinahme zu übernehmen. Wir sind nicht dazu berufen und auch nicht in der Lage, eine Vermittlerrolle zu spielen. Aber das deutsche Interesse ist klar: Dieses deutsche Interesse gilt einer friedlichen Lösung, die von den unmittelbar Beteiligten ausgehandelt wird und akzeptiert werden kann.“


Und so war Willy Brandts Besuch in Israel von. Die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir Golda Meir lobte ihn mit den Worten, er habe es Israel leicht gemacht, eine neue Seite im Buch der deutsch-israelischen Beziehungen aufzuschlagen. Und obwohl sie zuvor öffentlich erklärt hatte, niemals werde sie deutschen Boden betreten können, nahm sie Brandts Einladung zu einem Gegenbesuch an (ihr Rücktritt Ende 1973 verhinderte ihn).


Der damalige Journalist der Zeit, Dietrich Strothmann, schrieb nach Ende des Staatsbesuchs: „Brandt setzte Zeichen. Wunden wollte und vermochte auch er nicht zu schließen, Gräber und Gräben konnte er nicht einebnen. Auch in den wenigen Augenblicken der Entspannung, in den seltenen Momenten spontaner Fröhlichkeit blieb er sich stets bewußt, wo er war.“  (Hannes Greiling)

 

Eine Einschätzung Willi Brandts aus israelischer Sicht: http://library.fes.de/pdf-files/bueros/israel/04094.pdf

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 29. Mai 2013 22:25

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